Nahrungsmittel, Biodiversität, Energie

09.11.23 –

Am 9.11.2023 war  Frau Kerstin Wydra zu Gast in Weilheim zu einem Vortrag zum Thema Agri-Photovoltaik.

Motivation sich mit diesem Thema zu beschäftigen sind vielfältig: Der Klimawandel, Ernteschäden durch Wetterextreme, Artenschwund. In Deutschland sollen bis 2040 500 GW Freiflächen-PV Anlagen entstehen um unseren Energiehunger zu stillen.

Vorteile von AgriPV sind:

  • doppelte Flächennutzung
  • Schutz der Anbaufrüchte vor Witterungsschäden
  • Höhere Erträge möglich - besonders in Trockenjahren, höher Bodenfeuchte
  • Stromerträge
  • Steigerung der Moduleffizienz
  • reversibel
  • Koppelbar mit Regenwasserspeicher/-verteilungssystemen

Frau Wydra konnte eine unglaublichen  Menge von Studien und Ergebnisse präsentieren. Be geeigneter wildtierfreundlicher Planung können AgriPV Anlagen Biodiversität steigern.

Besonders hängengeblieben ist bei mir der Abschnitt zur Landschaftsästhetik. Während wir großflächige Folien auf Feldern auch ohne Bauplan hinnehmen, auch Netze für Hagelschutz können einfach flächig montiert werden, stören sich manche immer nach an PV-Anlagen, berechtige Frage: wieviel Strom könnte auf der Fläche des heutigen Braunkohletagebau produziert werden.

Ausbauziel für AgriPV in Deutschland bis 2040 würde maximal 2% der landwirtschaftlichen Nutzflächen bedeuten 350.000 ha, Zum Vergleich: Im Moment wird Biokraftstoff auf 740.000 ha angebaut, Braunkohletagebau benötigt ca. 179.400 ha

Bei Thema Effizienz gab es noch spannende Zahlen: Vergleich 1ha Silomais zu 1ha AgriPV Faktor 32 zu Gunsten von PV, Vergleich bei Biodiesel mit Raps ist noch drastischer: 1 PKW kann mit dem Biosprit aus 1ha Raps ca. 32.000km fahren, E-Auto mit dem Strom von 1ha AgriPV ca. 3.750.000 km, das würde Faktor 116 bedeuten. Selbst bei ggf. benötigter Zwischenspeicherung und damit Effizienzverlust wäre die Effizienz noch wesentlich höher.

Fazit - Beurteilung auf Basis wissenschaftlicher Grundlagen:

  • Positiv für Agri-PV und Biodiversität in FFA
  • Priorisierung auf Dach-Konversionsflächen etc. nicht ausreichend für Ausbauziele 2030
  • Grundsätzlich ist jede landwirtschaftliche Fläche geeignet
  • Forderung: Standardisierte Anforderungen (Umwelt-Leitlinien für Planung, Bau, Betrieb, Rückbau), incl. Biodiversitätsmaßnahmen; Privilegierung der APV: der Landwirtschaft „dienend“
  • Vereinfachte, beschleunigte Genehmigungsverfahren für APV und FFA
  • Gutachten/Monitoring nur in begr. Ausnahmefällen
  • Sofortiger, massiver Netzausbau
  • Vereinfachte Partizipation von Bürger*innen und Kommunen

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