
10.06.21 –
Toller Vortrag gestern von Karl Bär. Sind wir noch zu retten? Nicht, wenn wir so weitermachen im Umgang mit der Natur. Wir fangen gerade erst an, die komplexen Wechselwirkungen zwischen Tieren, Pflanzen und Pilzen zu erforschen, und doch setzen wir massenhaft Fungizide ein und zerstören damit möglicherweise lebenswichtige Prozesse, die wir überhaupt noch nicht verstanden haben. Wir wissen über die Problematik des Artensterben und zählen, wie viele bekannte Arten wir jährlich ausrotten, aber viele Arten haben wir noch gar nicht kennengelernt und sie sind schon für immer verloren. Erst seit etwa 200 Jahren ist dem Menschen überhaupt bewusst, dass er mit seinem Tun ganz massiv das Leben auf unserem Planeten verändert. Wir haben heute die Möglichkeit, gezielt Arten ausrotten oder ganze Lebensräume umzukrempeln und neu zu besiedeln. Und doch geht das Artensterben unvermindert weiter, kurzfristiger Profit zählt mehr als die Schäden, deren Folgen uns erst in einigen Jahren deutlich werden. Nur wenn wir mit unseren Ressourcen viel sparsamer umgehen, wird unser Planet für so viele Menschen bewohnbar bleiben. Wollen wir Mord und Totschlag um Wasser und Nahrung oder eine solidarische Welt, in der wir gemeinsam Lösungen finden, um das Artensterben zu beenden und die Erderwärmung zu stoppen? Wir haben es – noch – in der Hand!
Wer nicht dabei war: Karl Bär ist den nächsten Wochen noch öfter zu hören – schaut einfach regelmäßig auf die Termine hier!
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