

10.11.23 –
Am 09.11.2023, dem 85.Jahrestag der Reichspogromnacht, fand auch am Schongauer Marienplatz eine kleine Gedenkveranstaltung statt. Passanten hielten inne, suchten das Gespräch und drückten ihre Betroffenheit aus, als die Stadtratsfraktion der Grünen, Bettina Buresch, Esra Böse und Markus Keller, an den „Stolpersteinen“ für die Familie Kugler, die dort gelebt und gearbeitet hatte, Kerzen entzündeten.
Den beiden Söhnen war die Flucht nach Frankreich gelungen, wo sie in der Resistance kämpfend Krieg und Verfolgung überlebten. Ihre Eltern aber wurden deportiert und ermordet. Die Nacht, in der jüdische Geschäfte, Häuser und Gebetsstätten zerstört und viele Menschen umgebracht wurden, erlebten sie zwangsumgesiedelt in München. Ihren Laden in Schongau hatte man ihnen da schon lange weggenommen. Für all die Schäden, die die Nazis am 9. November 1938 anrichteten, ließen sie zynischerweise die Opfer selbst finanziell aufkommen, weil diese "selbst sie provoziert“ hätten.
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