Grüne im Gespräch am 14.11.22 im Bürgerbahnhof

Gast: Andreas Krahl MdL
Thema: Bürgerentscheid „Zentralkrankenhaus im Landkreis Weilheim Schongau, ja oder nein“.

Moderation: John-Christian Eilert, 22 Teilnehmer*innen

Bericht:

Fragen zur Person von Andreas, seiner  politischen Arbeit und Ämter stellte John-Christian auf dem „grünen Sofa“.

Er ist Mitglied im Bayrischen Landtag und  vertritt dort  seit der letzten Landtagswahl den Stimmkreis Weilheim-Schongau für Bündnis 90/Die Grünen.

Andreas erläutert das Bürgerbegehren für das Unterschriften gesammelt wurden.  Notwendig waren dazu 5% der stimmberechtigten Landkreisbürger also etwa 5500 Unterschriften. Nun kommt es zum Bürgerentscheid am 4.Dezember. Die Frage lautet: „Sind Sie dafür, dass kein Zentralkrankenhaus gebaut wird, sondern, dass die beiden Krankenhäuser in Schongau und Weilheim langfristig betrieben werden mit Gewährleistung einer Grund- und Regelversorgung mindestens der Stufe 1 sowie einer Notfallversorgung an sieben Tagen pro Woche und 24 Stunden am Tag, und dass am Standort Schongau die Geburtenstation weiterbetrieben wird?“

Ein Gutachten dafür wurde im Kreistag vorgestellt und beschlossen und hat im November eine eindeutige Entscheidung getroffen: Es soll ernsthaft geprüft werden, was Zentralisierung und Neubau bedeuten würde. Die Kreisräte wollten belastbare Zahlen und Fakten, für die ein Planungsprozess nötig ist. Eine Nein Stimme bedeutet, dass die Planung weitergeht. Ja dagegen bedeutet einen Stopp der Planung. Diese Bindefrist, ist nur eine Jahr gültig.

Sollte sich der Neubau nicht umsetzen lassen, dann soll die Tätigkeit der Krankenhaus Weilheim-Schongau GmbH an einem Standort zentralisiert werden, am Standort  Weilheim gibt es keinen Hubschrauberlandeplatz.

Warum ist dieser Entscheid auch für Penzberg interessant? Die medizinische Versorgung ist nicht gekoppelt an die Landkreisgrenzen erläutert Andreas Krahl. Es gibt eine Überversorgung der Betten in unserer Region: Starnberg, Wolfratshausen, Tutzing und Murnau.

Der Landkreis muss zahlen, da mit den Fallpauschalen zu wenig Geld verdient wird, das heißt Penzberg zahlt mit, die Defizite auszugleichen. Durch eine Umstrukturierung  der präklinische Versorgung mit ambulanten chirurgischen Praxen, Rettungsdiensten und Transporten könnten es weniger Kliniken sein und wäre sicher von Vorteil, die Defizite zu minimieren.

Bei der anschließenden Diskussion war die Frage nach dem Standort, der aber nicht umfassend beantwortet werden konnte. In Schongau würde es aber bestimmt schwierig Personal zu finden. Andreas äußerte, dass die Verwirklichung eines Zentralkrankenhauses zwischen 20 und 30 Jahre dauern könnte.

Die Situation der Notaufnahmen war noch im Gespräch. Sie sind immer defizitär, z.B. es wird für die Versorgung eines Schnitts in den  Finger pauschal 43,80€ bezahlt. Die privaten Kliniken haben  keine Notfallversorgung. Deshalb: „man kann bei einer guten präklinischen Versorgung auf eine Klinik verzichten“ sagt Andreas Krahl  zum Schluss dieser interessanten und informativen Veranstaltung.

Danke an Andreas Krahl und an John-Christian Eilert.

Birgit Kürzinger

Kategorie

Penzberg-Bericht

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